Freecash
ehrlich bewertet.
Berliner Belohnungsplattform (eine sogenannte Offerwall, also eine Sammlung bezahlter Angebote von Werbepartnern), die vor allem für das Durchspielen von Handyspielen bezahlt, dazu Umfragen, App-Tests und Cashback. Auszahlungen klappen laut den meisten Berichten schnell, aber erst nach Ausweis- und Selfie-Prüfung, mit Gebühren und mit einem realen Stundenwert, der meist im unteren einstelligen Bereich liegt.
Für dich, wenn du ohnehin Handyspiele spielst, nichts dafür kaufen willst und jede Auszahlung als Bonus siehst, nicht als Lohn.
Achte auf: Die beworbenen Summen gelten für Spielstufen, die kaum jemand erreicht, und hängen am Tracking: Bricht es bei einer gut bezahlten Stufe ab oder wird das Konto bei der Ausweisprüfung gesperrt, ist die investierte Zeit weg.
- Auszahlung
- PayPal (über den Dienstleister Tremendous, 5–200 $ je Auszahlung) · SEPA-Überweisung in Euro (u. a. Deutschland) · Gutscheine (u. a. Amazon, Google Play, Apple) und Visa-Prepaid-Karte in US-Dollar · Krypto: Bitcoin, Litecoin, Dogecoin direkt ans eigene Wallet · Guthaben auf ein Konto beim Krypto-Casino Stake (mit beworbenem Bonus)
- Schwelle
- Erste Auszahlung laut Hilfe je nach Region ab 5 € bis 20 €; der deutsche Einsteiger-Guide des Anbieters nennt 17 €, deutsche Store-Rezensionen berichten 2026 von 25 €. Wer den Anmeldebonus annimmt, muss laut Anbieter vor der ersten Auszahlung insgesamt mehr verdienen. Danach gilt nur noch das Minimum des Auszahlungswegs, z. B. 5 € bei PayPal.
- Dauer
- Laut Hilfe meist bis 30 Minuten, Banküberweisungen bis 3 Werktage (SEPA-Seite: bis 5 Werktage), Krypto meist binnen einer Stunde nach Freigabe. Vorher läuft eine Sicherheitsprüfung, und laut Nutzungsbedingungen darf Freecash Gutschriften aus Angeboten bis zu 90 Tage zurückhalten.
- Ausweis
- erforderlich
Was Anbieter und Berichte konkret nennen.
Jede Angabe hat eine Quelle und einen Stichtag. Widersprüche zwischen Quellen lassen wir stehen, statt uns die schönere Zahl auszusuchen.
- Betreiber
- Almedia GmbH, Koppenstr. 8, 10243 Berlin, HRB 252752 B (Amtsgericht Charlottenburg). Gegenstand laut Register: eine Website, die Gutscheine für Umfragen und andere Werbeangebote vertreibt. Es gilt deutsches Recht. ↗
- Ein Konto pro Haushalt
- Erlaubt ist ein Konto pro Person und ein Konto pro Haushalt. VPN, Proxy, Emulatoren und virtuelle oder Wegwerf-Telefonnummern sind verboten, ebenso Bots und Makros. ↗
- Ausweis und Selfie vor der ersten Auszahlung
- Vor der ersten Auszahlung musst du deine E-Mail bestätigen und deine Identität über den Dienstleister Veriff prüfen lassen: amtlicher Ausweis plus Selfie, Kamera nötig. Laut Bedingungen kann Freecash auch später Nachweise verlangen, etwa Wohnsitz oder Kaufbelege. ↗
- Gebühren
- Auf PayPal, SEPA-Überweisung und Visa-Prepaid nennt der Anbieter 5 % Gebühr. Ein Vergleichsportal mit Testkonto berichtet zusätzlich feste Beträge (1 $ bei PayPal, 0,90 € bei Überweisung), sodass von 5 € Guthaben nur 3,75 $ bzw. 3,85 € ankamen; Amazon- und Google-Play-Gutscheine waren dort gebührenfrei. Eine App-Store-Rezension aus Deutschland nennt 8,50 € Auszahlung bei 10 € Guthaben. ↗
- Krypto und Stake
- Bitcoin, Litecoin und Dogecoin gehen direkt an dein Wallet, abzüglich Netzwerkgebühr. Wer stattdessen an ein Konto beim Krypto-Casino Stake auszahlt, bekommt laut Anbieter 15 % Bonus. Krypto-Auszahlungen sind nicht umkehrbar; manche Börsen fragen nach dem Absender (Almedia GmbH, Deutschland). ↗
- Tracking entscheidet über die Gutschrift
- Belohnt wird nur, was der Anbieter oder sein Partner erfasst und bestätigt; teils entscheidet der Partner allein. Die Hilfe verlangt unter anderem Chrome, erlaubtes Werbe-Tracking, keine Gerätewechsel, keinen Werbeblocker und Spiele, die du vorher nie installiert hattest. ↗
- Spiele-Angebote in der Praxis
- Der Großteil des Angebots sind Handyspiele mit Stufenzielen. Laut CHIP bringen zeitintensive Aufgaben oft nur Cent-Beträge, höhere Summen gibt es meist erst für hohe Level in kurzer Zeit, die viele nur mit In-App-Käufen erreichen. Die ZEIT berichtet, dass Freecash Belohnungen für ein Spiel nach einiger Zeit einstellen kann. ↗
- Aus den App-Stores entfernt und zurück
- Apple nahm die App am 13.04.2026 aus dem Store und verwies laut TechCrunch auf irreführendes Marketing; Google folgte am 15.04.2026. Almedia bestritt die Vorwürfe. Laut Anbieter ist die App seit Anfang Mai 2026 wieder bei Google Play und seit 17.06.2026 wieder im App Store. ↗
- Irreführende Werbung über Partner
- Anfang 2026 liefen auf TikTok Anzeigen, die „bis zu 35 $ pro Stunde fürs Scrollen“ versprachen. TikTok entfernte sie wegen finanzieller Irreführung. Almedia erklärte, die Clips stammten von Affiliate-Partnern, und nahm später einen Partner aus dem Netzwerk. ↗
- Datenschutz
- Optional darf Freecash deine Liste installierter Apps auswerten und unter Android per Nutzungszugriff („PlayTime“) messen, wie lange du spielst; manche Angebote setzen das voraus. Malwarebytes kritisierte die Datenschutzerklärung; Almedia sagt, sensible Daten würden nicht erhoben, die Formulierungen seien inzwischen geändert. ↗
- Sperren ohne Begründung im Detail
- Die Bedingungen erlauben, Konten nach eigenem Ermessen zu sperren und nicht eingelöste Prämien zu streichen. Welche Signale zu einer Sperre führen, muss Freecash nicht offenlegen; Rechte aus zwingendem Recht, etwa eine menschliche Prüfung automatisierter Entscheidungen, bleiben laut Text unberührt. ↗
- Inaktivität
- Nach einem Jahr ohne Login kann das Konto geschlossen werden, nach mindestens 30 Tagen Vorwarnung per E-Mail. Restguthaben verfällt dann, soweit zwingendes Recht nichts anderes sagt. ↗
- Trustpilot (Snapshot)
- 4,6 von 5 bei 327.768 Bewertungen, 85 % fünf Sterne, 89.267 Bewertungen in 12 Monaten (Seitenstand 17.10.2026 aus dem Suchindex, live nicht abrufbar). Das Unternehmen lädt aktiv zu Bewertungen ein und antwortet auf 99 % der negativen. Trustpilot blendet den Hinweis ein, das Unternehmen könne mit Hochrisiko-Investments in Verbindung stehen. ↗
- App-Bewertungen
- Google Play (deutsche Ansicht) 4,5 bei rund 539.000 Rezensionen, über 10 Mio. Downloads. App Store Deutschland 4,6 bei 36.752 Bewertungen, ab 16. Die iOS-App lief laut TechCrunch zuvor unter einem anderen Entwicklerkonto und wurde umbenannt; ob die Bewertungen daraus stammen, ist offen. ↗
Was du mitbringen musst.
Einzeln aufgeführt, damit du vorher weißt, ob Ausweis, Kamera oder Mikrofon gefragt sind.
- Identitätsprüfung: möglich oder erforderlich
- Bildschirmaufnahme: nicht typisch
- Sprachaufnahme: nicht typisch
- Kameraaufnahme: je Aufgabe möglich
- App-Installation: erforderlich oder aufgabenabhängig
- Kauf erforderlich: ja, Geld zurück gibt es nur auf Käufe
- Geräte: Smartphone · Computer
Was wir (noch) nicht sicher wissen.
- Wie hoch ist die erste Auszahlungsschwelle in Deutschland wirklich? Die Hilfe nennt 5–20 € je Region, der deutsche Guide des Anbieters 17 €, Nutzer berichten 2026 von 25 €.
- Gilt bei PayPal und Überweisung nur die vom Anbieter genannte 5-%-Gebühr, oder kommen feste Beträge hinzu, wie ein Testbericht und eine App-Store-Rezension nahelegen?
- Bezieht sich der ZEIT-Wert „6,02 € nach vier Stunden“ nur auf Freecash oder auf beide getesteten Apps? Der frei lesbare Teil lässt das offen.
- Wie belastbar sind die sehr hohen Store- und Trustpilot-Werte? Freecash lädt aktiv zu Bewertungen ein, TechCrunch spricht von möglicherweise unechten Bewertungen, belegt ist das nicht.
- Wie wendet Freecash die Regel „ein Konto pro Haushalt“ auf WGs und Familien an? Mehrere Sperrberichte nennen „Mehrfachkonten“ als Grund.
Bedingungen vor der Anmeldung selbst prüfen.
Anmeldung, Prüfung und Auszahlung laufen bei Freecash, nicht über EchtVerdient.